Mag ich nicht – Spinat-Grünkohl-Smoothie

imagesIch mag Smoothies wirklich gerne. Ok, die Kalorien-Geschmacksrelation fällt nicht wirklich zugunsten des Smoothies aus, deswegen trinke ich auch nicht so oft Smoothies. Neuerdings habe ich mir aber angewöhnt, nach dem Nachtdienst im Supermarkt vorbei zu fahren und mir neben kleingeschnittenem Obst und einem Rosinenbrötchen auch einen Smoothie zu holen.

Nach einem besonders schlimmen Nachtdienst sah ich eine grüne Flasche. Ich mag grüne Lebensmittel (Salat, Gummibärchen, M&Ms) und es war die letzte ihrer Art. Ich ging also davon aus, dass sie nicht nur genießbar, sondern auch lecker sei, hatten doch viele Menschen schon einen grünen Smoothie gekauft. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, wie, denn die Geschmacksrichtung war Macha-Grünkohl oder sowas in der Art.

Es sah aus, wie ungereinigter Abfluss. Es roch wie etwas, was sich in Gießkannen bildet, die lange Zeit sich selber überlassen werden. Es schmeckte auch so. Diesbezüglich bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, denn ich habe noch nie aus einer abgestandenen Gießkanne getrunken. Mein Sohn hat mehr Erfahrungen, was den Geschmack von altem Gießwasser betrifft, aber ich kann ihn ja schlecht zum Vergleichstest animieren.

Zusammenfassend: mag ich nicht, kauf ich nie wieder. In der folgenden Woche war der Regalbereich, in dem sich der Smoothie befunden hatte übrigens mit einem anderen Produkt befüllt. Vermutlich mochte ihn doch niemand!

Mein freier Tag

Einmal in der Woche habe ich einen freien Tag. An diesem freien Tag will ich all das tun, wozu ich sonst keine Zeit habe. Ich will eine gute Mutter sein, das Haus soll ordentlich werden, ich will Sport machen (für die Work-Life-Balance), ich will Freunde treffen und meinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Außerdem möchte ich an die frische Luft und mindestens 8 Stunden schlafen. Und ein gutes Buch lesen. Für gewöhnlich beginnt mein freier Tag daher um 6:00 Uhr morgens und meine To-Do-Liste enthält mehr Items als die eines Managers eines durchschnittlichen mittelständischen Unternehmens.

Meine To-Do-List heute zum Beispiel:

  • Betten beziehen
  • Katze entwurmen
  • Termin beim Kieferorthopäden ausmachen (zum Glück achte ich peinlich darauf, die Kiefernorthopäde zu sagen)
  • Meine im Otto-Versand und bei Zalando bestellte Ware, die mir weder passt noch steht, zurücksenden
  • Laubsäcke kaufen
  • Laufen gehen
  • Bügeln
  • eine Feuerwehrdecke nähen (bzw. zwei, eine für meinen Sohn, eine für mein Patenkind)

Ich habe Teewurstbrote geschmiert. Ich habe meine Kinder (mit dem Fahrrad) in die Schule gebracht. Dabei haben sie die ganze Zeit gezetert. Und ich war laufen. Es war kalt und windig. Ich frage mich ja, warum ich mir das antue. Und ich habe angefangen, einen Blog zu schreiben, damit ich eine Ausrede habe, um nicht mit dem Rest weiterzumachen. Zum Beispiel hasse ich es, Sachen zurück zu schicken. So sehr, dass ich manchmal potthäßliche Dinge in Größe 36 oder 54 behalte, nur um sie nicht zurückschicken zu müssen. Vermutlich bezieht Zalando seinen Profit aus Menschen wir mir.

Betten beziehen hasse ich gang genauso. Es sind insgesamt fünf Garnituren entsprechend zwei Waschmaschinenladungen. Zwei dieser Garnituren befinden sich auf Hochbetten, so dass man keine Luft bekommt, wenn man die Laken abzieht und sich permanent den Kopf anhaut. Vorher muss man zumindest drei Betten von Bergen von Spielzeug, Büchern, alten Socken, Bonbonpapieren, Kuscheltieren und Naturmaterialien, die der Kindergarten gesammelt hat, befreien. Während diejenigen, die eigentlich für das Bett verantwortlich sind a) Hausaufgaben machen müssen oder b) plötzlich Schmerzen an den seltsamsten Körperteilen bekommen.

Katzen haaren beim Entwurmen. Und das Bügelbrett steht im Keller. Ich bekomme mit Sicherheit sofort wieder Winterdepression, wenn ich in den dunkelen Keller gehe und bügele, während oben die Sonne scheint. Irgendwie fehlt den freien Tagen der Glanz.